Sie stammen aus Österreich, vielleicht kommt von dort ein gewisses Faible für das Düstere, Morbide her. Doch ebenso sind sie in den USA zu verorten - nicht nur, weil sie teils in Kalifornien leben: SON OF THE VELVET RAT kreieren einen stimmungsvollen Musikkosmos zwischen fragilem Americana, Folk Noir und Chanson bis hin zu rauhem Garage-Rock. Hinter dem rätselhaften Künstlernamen - der Sohn der samtenen Ratte? - steht das Duo und Paar Georg Altziebler und Heike Binder, die sich gern abseits der Eindeutigkeiten bewegen. Altzieblers Stimmbänder und Gitarrensaiten schwingen und vibrieren mit einer intensiven Patina, die ihm immer wieder Vergleiche mit Leonard Coen eingebracht hat. Heike Binder reichert die Songs mit ihrer anmutigen Stimme sowie diversen Tasten- und Schlaginstrumenten an. Lucinda Williams, Fan und Kollaborateurin der beiden auf dem Album “Red Chamber Music”, nannte Georgs Stimme einst “great and sexy-gravelly”, die umwoben sei von Heikes “translucent harmonies, like desert roses circling a tattooed heart”.
In ihren Stücken geht es um Atmosphäre, um Geschichten, um Einsamkeit, die nicht traurig macht, sondern seltsam tröstlich wirkt. Live inszenieren sie das mit einer großen Vielfalt und Dynamik. Unterwegs ist das ausgezeichnete Duo aktuell mit Songs aus ihren “Red Barn Sessions" und dem letzten Album "Ghost Ranch". Beide Veröffentlichungen wurden im Red Barn Recorders Studio in der kalifornischen Wüste eingespielt, unter Mitwirkung unter anderem von Marc Ribot, der mit seinem avantgardistischen Gitarrenspiel schon das Werk von Tom Waits oder Elvis Costello anreicherte. Auch diese beiden jüngsten Alben von SON OF THE VELVET RAT erhielten hervorragende Kritiken diesseits und jenseits des Atlantiks.
Das kommt:
15. November: Ida the Young (Tschechien)
13. Dezember: Jörg Buttgereit (Deutschland)
23. Januar: Musiktheater "Kompromisslos in die Wiedergeburt" (Wien)
21. Februar: Susa Berivan (Berlin)
21. März: Süma (Spanien/Darmstadt)
